Ralf Kronberger

Aktuelles

 

Aktuelle Publikationen


Österreichische Wirtschaftspolitik
Eine anwendungsorientierte Einführung


Österreichische Wirtschaftspolitik bietet eine praxisorientierte Einführung mit der Einarbeitung aktueller wirtschaftspolitischer Ereignisse. Einleitend erfolgt eine kompakte Darstellung der Theorie der Wirtschaftspolitik, gefolgt von mikroökonomisch und makroökonomisch dominierten Bereichen der Wirtschaftspolitik. Der Leser erhält Einblick in die Funktionsweise österreichischer wirtschaftspolitischer Institutionen. Welche Ziele verfolgen die einzelnen Entscheidungsträger und welche Maßnahmen werden letztendlich umgesetzt? Der Veranschaulichung der europäischen Komponente ausreichend Gewicht beigemessen, da eine Vielzahl wirtschaftspolitischer relevanter Entscheidungen auf europäischer Ebene getroffen werden. Die jüngste Finanz- und Wirtschaftskrise ist hinsichtlich ihrer Auswirkungen und wirtschaftspolitischer Reaktionen in das Buch eingearbeitet. Der Fokus liegt neben der theoretischen Darstellung auf der Empirie und der Darstellung praxisnaher Beispiele mit starkem Österreichbezug. Das Buch richtet sich sowohl an FH-Studenten und Universitätsstudenten, wirtschaftspolitisch Interessierte, Wirtschaftsjournalisten als auch an Mitarbeiter von nahe der Wirtschaftspolitik agierenden Institutionen und Unternehmen.

  

Der Euro-Raum im Lichte der Theorie der optimalen Währungsgebiete


Kernelement der Theorie der optimalen Währungsgebiete ist, inwieweit potentielle Mitgliedstaaten einer Währungsunion in der Lage sind, über zum Wechselkursinstrument alternative Anpassungsmechanismen, wie z. B. flexible Löhne, langfristig ihre Wettbewerbsfähigkeit anzupassen oder kurzfristig die Effekte von asymmetrischen Schocks abzufedern. Die "neue" Theorie der optimalen Währungsgebiete besagt, dass die Erfüllung der Optimalitätskriterien
nicht schon im Vorfeld gegeben sein muss, sondern sich die Kriterien als Folge der Währungsunion erst heranbilden können. Bei empirischer Anwendung der Optimalitätskriterien auf den Euro-Raum gemäß alter Theorie ist der Schluss eindeutig, dass die Optimalität ex ante nicht gegeben ist. Bei empirischer Anwendung der "neuen" Theorie kann konstatiert werden, dass die
Währungsintegration die Finanzmarktintegration nach sich zieht und die Währungsintegration und die Handelsintegration einander "verstärken". Ein dominanter europäischer Konjunkturzyklus kann nicht eindeutig identifiziert werden. Weitgehende Übereinstimmung in der Literatur herrscht darüber,
dass der Euro-Raum eine verstärkte fiskalische bzw. makroökonomische Koordinierung braucht. Insbesondere die Positionen über die notwendige Tiefe und konkrete Ausgestaltung der fiskalischen Integration divergieren.


Comment on the Swedish Fiscal Policy Council, the High Council of Finance in Belgium and the Government Debt Committee


The Swedish Fiscal Policy Council, the High Council of Finance in Belgium and the Austrian Government Debt Committee differ in structure, tasks and history. The interplay between the national fiscal councils and other national institutions deserve a further look. As a consequence of the changing European framework – new economic governance rules and new procedures – the national fiscal councils will have to redefine their roles. Finally, assessing the effectiveness of heterogeneous national fiscal councils is methodologically challenging. A first short attempt on assessing the effectiveness of the Austrian Government Debt Committee delivers mixedresults.


Inflation - Wird hohe Inflation wieder zum Thema?


Die Verschärfung der Finanzkrise im September 2008 und die weltweit folgende tiefe Rezession stellten die Zentralbanken vor eine große Herausforderung. Die Zentralbanken – wie die Europäische Zentralbank, die Bank of England oder die US-amerikanische Federal Reserve Bank - reagierten auf die Finanzkrise mit einer Reihe konventioneller und unkonventioneller geldpolitischer Maßnahmen, um einen Zusammenbruch des Finanzsystems zu vermeiden und den Konjunktureinbruch abzumildern. Neben der stark expansiven Geldpolitik schnürten die Staatsregierungen teils sehr große Konjunkturpakete, die zu einem massiven Anstieg der Staatsschuld führten. Dies führte wiederum dazu, dass die Deflationserwartungen in Inflationserwartungen umgekehrt wurden. Gleichzeitig stieg aber auch die Besorgnis, dass das die aufgeblähte Geldmenge wieder auf ein adäquates Niveau zurückgeführt werden kann, dem Finanzsystem die überschüssige Liquidität entzogen wird und die Staatsschuld in geeigneter Zeit wieder konsolidiert werden kann. Mittel bis langfristig besteht Inflationsgefahr. So könnte etwa die US-amerikanische Regierung den Druck auf die Fed erhöhen, zukünftig durch eine weiterhin expansive Geldpolitik eine Geldmengeninflation anzufachen, um so die stark gestiegene Staatsschuld zu entwerten. Würde in den USA die Inflation steigen könnten sich die Preiserhöhungen auch auf mit den USA wirtschaftliche verflochtenen Volkswirtschaften auswirken.

 


Laufende Lehrveranstaltungen

 

Vorlesung Wirtschaftspolitik, SS 2011, Fachhochschule des bfi Wien

Seminar aus angewandte Ökonomik 2, SS 2011, Fachhochschule Wiener Neustadt

 

Last update 09-06-2011