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Österreichische Wirtschaftspolitik Eine anwendungsorientierte Einführung
Österreichische Wirtschaftspolitik bietet eine praxisorientierte
Einführung mit der Einarbeitung aktueller wirtschaftspolitischer
Ereignisse. Einleitend erfolgt eine kompakte Darstellung der Theorie der
Wirtschaftspolitik, gefolgt von mikroökonomisch und makroökonomisch
dominierten Bereichen der Wirtschaftspolitik. Der Leser erhält Einblick
in die Funktionsweise österreichischer wirtschaftspolitischer
Institutionen. Welche Ziele verfolgen die einzelnen Entscheidungsträger
und welche Maßnahmen werden letztendlich umgesetzt? Der
Veranschaulichung der europäischen Komponente ausreichend Gewicht
beigemessen, da eine Vielzahl wirtschaftspolitischer relevanter
Entscheidungen auf europäischer Ebene getroffen werden. Die jüngste
Finanz- und Wirtschaftskrise ist hinsichtlich ihrer Auswirkungen und
wirtschaftspolitischer Reaktionen in das Buch eingearbeitet. Der Fokus
liegt neben der theoretischen Darstellung auf der Empirie und der
Darstellung praxisnaher Beispiele mit starkem Österreichbezug. Das Buch
richtet sich sowohl an FH-Studenten und Universitätsstudenten,
wirtschaftspolitisch Interessierte, Wirtschaftsjournalisten als auch an
Mitarbeiter von nahe der Wirtschaftspolitik agierenden Institutionen und
Unternehmen.
Der Euro-Raum im Lichte der Theorie der optimalen Währungsgebiete
Kernelement
der Theorie der optimalen Währungsgebiete ist, inwieweit potentielle
Mitgliedstaaten einer Währungsunion in der Lage sind, über zum
Wechselkursinstrument alternative Anpassungsmechanismen, wie z. B.
flexible Löhne, langfristig ihre Wettbewerbsfähigkeit anzupassen oder
kurzfristig die Effekte von asymmetrischen Schocks abzufedern. Die
"neue" Theorie der optimalen Währungsgebiete besagt, dass die Erfüllung
der Optimalitätskriterien nicht schon im Vorfeld gegeben sein muss,
sondern sich die Kriterien als Folge der Währungsunion erst heranbilden
können. Bei empirischer Anwendung der Optimalitätskriterien auf den
Euro-Raum gemäß alter Theorie ist der Schluss eindeutig, dass die
Optimalität ex ante nicht gegeben ist. Bei empirischer Anwendung der
"neuen" Theorie kann konstatiert werden, dass die Währungsintegration
die Finanzmarktintegration nach sich zieht und die Währungsintegration
und die Handelsintegration einander "verstärken". Ein dominanter
europäischer Konjunkturzyklus kann nicht eindeutig identifiziert
werden. Weitgehende Übereinstimmung in der Literatur herrscht darüber, dass
der Euro-Raum eine verstärkte fiskalische bzw. makroökonomische
Koordinierung braucht. Insbesondere die Positionen über die notwendige
Tiefe und konkrete Ausgestaltung der fiskalischen Integration
divergieren.
Comment on the Swedish Fiscal Policy Council, the High Council of Finance in Belgium and the Government Debt Committee
The
Swedish Fiscal Policy Council, the High Council of Finance in Belgium
and the Austrian Government Debt Committee differ in structure, tasks
and history. The interplay between the national fiscal councils and
other national institutions deserve a further look. As a consequence of
the changing European framework – new economic governance rules and new
procedures – the national fiscal councils will have to redefine their
roles. Finally, assessing the effectiveness of heterogeneous national
fiscal councils is methodologically challenging. A first short attempt
on assessing the effectiveness of the Austrian Government Debt
Committee delivers mixedresults.
Inflation -
Wird hohe Inflation wieder zum Thema?
Die
Verschärfung der Finanzkrise im September 2008 und die
weltweit folgende tiefe Rezession stellten die Zentralbanken vor eine
große
Herausforderung. Die Zentralbanken – wie die Europäische Zentralbank,
die Bank
of England oder die US-amerikanische Federal Reserve Bank - reagierten
auf die Finanzkrise
mit einer Reihe konventioneller und unkonventioneller geldpolitischer
Maßnahmen, um einen Zusammenbruch des Finanzsystems zu vermeiden und
den Konjunktureinbruch
abzumildern. Neben der stark expansiven Geldpolitik schnürten
die
Staatsregierungen teils sehr große Konjunkturpakete, die zu einem
massiven
Anstieg der Staatsschuld führten. Dies führte wiederum dazu, dass die
Deflationserwartungen in Inflationserwartungen umgekehrt wurden.
Gleichzeitig stieg
aber auch die Besorgnis, dass das die aufgeblähte Geldmenge wieder auf
ein
adäquates Niveau zurückgeführt werden kann, dem Finanzsystem die
überschüssige
Liquidität entzogen wird und die Staatsschuld in geeigneter Zeit wieder
konsolidiert werden kann. Mittel bis langfristig besteht
Inflationsgefahr. So
könnte etwa die US-amerikanische Regierung den Druck auf die Fed
erhöhen,
zukünftig durch eine weiterhin expansive Geldpolitik eine
Geldmengeninflation
anzufachen, um so die stark gestiegene Staatsschuld zu entwerten. Würde
in den
USA die Inflation steigen könnten sich die Preiserhöhungen auch auf mit
den USA
wirtschaftliche verflochtenen Volkswirtschaften auswirken.
Laufende Lehrveranstaltungen
Vorlesung
Wirtschaftspolitik, SS 2011, Fachhochschule
des bfi Wien
Seminar
aus angewandte Ökonomik 2, SS 2011, Fachhochschule Wiener
Neustadt
Last
update 09-06-2011
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