Aktuelles
Aktuelle Publikationen
Wirkung von
Änderungen des Einkommensteuertarifes auf Konsum und Konjunktur durch
die Steuerreform 2009/2010
Erstmals
wurde in Österreich eine Umfrage durchgeführt, wie unselbstständig
Beschäftigte und Selbstständige Steuerersparnisse aus
Steuertarifänderungen verwenden. Das Umfragedesign lehnt sich an eine
in den USA durchgeführte Umfrage von Shapiro/Slemrod (2009a) an. Die
Gemein
samkeiten mit den Ergebnissen der US-Umfrage sind, dass
unselbstständig Beschäftigte mit niedrigen Einkommen keinen höheren
Anteil an der Steuerersparnis für den Konsum ausgeben als Bezieher
hoher Einkommen. Die schon mehrmals in der österreichischen
wirtschaftspolitischen Diskussion vernommene
Hypothese,
dass Steuersenkungen sich
idealerweise auf
niedrige Einkommen konzentrieren sollen, um bestmöglich auf Konsum und
Wachstum zu wirken, kann auf Basis der gegenständlichen
Umfrageergebnisse nicht gestützt werden. Angesichts dieser
Umfrageergebnisse sollte auch die Hypothese hinterfragt werden, dass
bei einnahmenseitigen
Budgetkonsolidierungen eine stärkere
Belastung höherer Einkommen relativ zu niedrigeren Einkommen die am
wenigsten dämpfenden Effekte auf Konsum und Konjunktur zeigen würden.
Inflation -
Wird hohe Inflation wieder zum Thema?
Die
Verschärfung der Finanzkrise im September 2008 und die
weltweit folgende tiefe Rezession stellten die Zentralbanken vor eine
große
Herausforderung. Die Zentralbanken – wie die Europäische Zentralbank,
die Bank
of England oder die US-amerikanische Federal Reserve Bank - reagierten
auf die Finanzkrise
mit einer Reihe konventioneller und unkonventioneller geldpolitischer
Maßnahmen, um einen Zusammenbruch des Finanzsystems zu vermeiden und
den Konjunktureinbruch
abzumildern. Neben der stark expansiven Geldpolitik schnürten
die
Staatsregierungen teils sehr große Konjunkturpakete, die zu einem
massiven
Anstieg der Staatsschuld führten. Dies führte wiederum dazu, dass die
Deflationserwartungen in Inflationserwartungen umgekehrt wurden.
Gleichzeitig stieg
aber auch die Besorgnis, dass das die aufgeblähte Geldmenge wieder auf
ein
adäquates Niveau zurückgeführt werden kann, dem Finanzsystem die
überschüssige
Liquidität entzogen wird und die Staatsschuld in geeigneter Zeit wieder
konsolidiert werden kann. Mittel bis langfristig besteht
Inflationsgefahr. So
könnte etwa die US-amerikanische Regierung den Druck auf die Fed
erhöhen,
zukünftig durch eine weiterhin expansive Geldpolitik eine
Geldmengeninflation
anzufachen, um so die stark gestiegene Staatsschuld zu entwerten. Würde
in den
USA die Inflation steigen könnten sich die Preiserhöhungen auch auf mit
den USA
wirtschaftliche verflochtenen Volkswirtschaften auswirken.
Laufende Lehrveranstaltung
Vorlesung
Wirtschaftspolitik - Aktuelle Fragen, SS 2008 Fachhochschule
des bfi Wien
Seminar
aus angewandte Ökonomik 2, SS 2010, Fachhochschule Wiener
Neustadt
Last
update 16-08-2010
|